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Anwendung der RFID-Technologie im Tiermanagement

In den letzten zehn Jahren brachen weltweit Tierseuchen aus, die die Viehwirtschaft, insbesondere in Europa, schwer beeinträchtigten. Dies rief weltweit, vor allem in Europa, große Aufmerksamkeit hervor. Regierungen wurden dringend aufgefordert, rasch Strategien zu entwickeln und verschiedene Maßnahmen zu ergreifen. Daher haben alle Teile der Welt das Tiermanagement in der Tierhaltung verstärkt, und die Kennzeichnung und Rückverfolgung von Tieren ist zu einer der wichtigsten Maßnahmen geworden. Beispielsweise schreibt die britische Regierung verschiedene Methoden zur Rückverfolgung und Kennzeichnung von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden und anderen Nutztieren vor.

Tiere identifizieren und verfolgen

Tieridentifizierung und -verfolgung bezieht sich auf die Verwendung spezifischerRFID-Ohrmarkenum identifizierte Tiere mittels bestimmter technischer Mittel zu identifizieren und die relevanten Merkmale der Tiere jederzeit verfolgen und verwalten zu können.

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Die Identifizierung und Rückverfolgung verschiedener Tiere kann die Bekämpfung und Überwachung exotischer Tierkrankheiten verbessern, die Sicherheit einheimischer Arten gewährleisten und die Sicherheit des internationalen Handels mit Tierprodukten sicherstellen. Sie stärkt die staatlichen Impf- und Seuchenpräventionsmaßnahmen, verbessert die Diagnose- und Meldekapazitäten für Tierkrankheiten und beschleunigt die Reaktion auf Tierseuchen im In- und Ausland. Daher ist die Identifizierung und Rückverfolgung von Tieren nicht nur eine Notwendigkeit der Tierhaltung, sondern auch eine Frage des Handelns nationaler Regierungen und internationaler Beziehungen.
Rinder identifizieren und verfolgen
In Europa ist mittlerweile ein System zur Rückverfolgung von Rindern etabliert. Im September 1998 wurden in Großbritannien Pläne für ein solches System angekündigt. Ende 1999 setzten die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft den Plan in die Praxis um.
Britische Regierungsbestimmungen schreiben die digitale Kennzeichnung von Rindern vor, die nach dem 1. Juli 2000 geboren oder importiert wurden. Die Kennzeichnung und Registrierung von Rindern umfasst die Kennzeichnung, Betriebsaufzeichnungen und Genehmigungen. Die Ohrmarken müssen innerhalb von 20 Tagen nach der Geburt einer Kuh angebracht werden. Jede Ohrmarke enthält die Identifikationsnummer der Kuh. Dieser Identifikationscode begleitet die Kuh ihr ganzes Leben lang. In den Betriebsaufzeichnungen werden alle Umstände im Zusammenhang mit Geburt, Import, Transport und Tod jeder Kuh dokumentiert. Jede Kuh besitzt eine CTS-Lizenz, in der alle Daten zu ihrem Leben gespeichert sind. CTS ist ein in Großbritannien entwickeltes computergestütztes System zur Verfolgung und Verwaltung von Rindern. Die britische Regierung übernimmt die Kosten für die Einrichtung und die anfängliche Nutzungsphase.
Schwein identifizieren und verfolgen
Am 1. November 2003 traten in Großbritannien neue Standards zur Schweinekennzeichnung in Kraft. Der neue Standard sieht unterschiedliche Kennzeichnungsvorschriften für alle Schweine vor, die direkt zum Schlachthof transportiert werden und weniger als ein Jahr alt sind, sowie für Schweine, die älter als ein Jahr sind und an jeden anderen Bestimmungsort geliefert werden.
Schafe identifizieren und verfolgen
Ab dem 1. Januar 2008 ist die elektronische Kennzeichnung von Schafen gemäß europäischer Verordnung vorgeschrieben. Um die Leistungsfähigkeit des elektronischen Kennzeichnungssystems zu überprüfen, startete Delta im März 2004 ein Echtzeit-Pilotprojekt zur elektronischen Kennzeichnung und digitalen Datenübertragung unter realen Bedingungen. Landwirte, Viehzüchter und Schlachthöfe wählten dabei verschiedene elektronische Produktkennzeichnungssysteme aus. Das Testprogramm wurde im März 2005 abgeschlossen, der Bericht im Juni desselben Jahres eingereicht.

 

Darüber hinaus hat die britische Regierung vorgeschrieben, dass ab dem 30. Juni 2004 alle Pferde identifiziert und verfolgt werden müssen.

 

Zu den derzeit weit verbreiteten Methoden der Tierkennzeichnung gehören: Ohrmarken, Rückenmarken, Halsbänder, Schwanz- und Beinmarkierungen usw. Die Praxis der elektronischen Tierkennzeichnung hat in den letzten Jahren gezeigt, dass RFID unter den elektronischen Kennzeichnungsmethoden eine zunehmend wichtige Rolle im Tiermanagement spielt.


Veröffentlichungsdatum: 07.04.2023